„Die Ströme des Lebens haben mich weit getragen.“
 Aus den Erinnerungen der Helen Keller (1880-1968)
Startdatum und Zeit: Mittwoch, 19. September 2018 20:00
Kategorie:
Erwachsene
Ort: Stadt:Bibliothek Panoramabar
Beschreibung:

Eine literarisch-musikalische Hommage zum 50. Todestag der taubblinden Schriftstellerin

Foto von Bettina RossbacherTextrecherche, Gestaltung und Rezitation: Bettina Rossbacher
Klavier: Minka Popovic

„Die zwei größten Persönlichkeiten des 19. Jahrhunderts sind Napoleon und Helen Keller. Napoleon versuchte die Welt mit physischer Gewalt zu erobern und scheiterte. Helen versuchte die Welt durch geistige Kraft zu erobern und reüssierte!“ (Mark Twain, 1937).

Helen Keller, 1880 in Alabama (USA) als gesundes Kind geboren, wird mit eineinhalb Jahren durch eine lebensgefährliche Krankheit völlig blind, taub und – in der Folge – stumm. Jahrelang ist sie, wie sie schreibt „ein Phantom in einer Nicht-Welt“, da sie sich ihrer Umgebung nicht verständlich machen kann. Eine junge Blindenlehrerin, Anne Sullivan („Teacher“), schafft das scheinbar Unmögliche, findet durch Tasteindrücke in ihre Hand einen Zugang zu ihr und führt sie aus der Dunkelheit zurück ins Leben. 

Foto von Minka PopovicHelen beherrscht bald mehrere Blindenschriften sowie Fremdsprachen und lernt – als erste Taubblinde in den USA – selbst zu sprechen. „Von jetzt an habe ich beschlossen, ich selbst zu sein, mein eigenes Leben zu leben“, schreibt sie mit 20 Jahren in einem Brief. 1904 schließt sie das renommierte Radcliffe-College „cum laude“ ab, im gleichen Jahr veröffentlicht sie ihre Autobiographie (dt. „Die Geschichte meines Lebens“), die sie weltberühmt macht; weitere, z.T. autobiographische, Publikationen folgen (u.a. „Dunkelheit“ und „Teacher“), darin hält die Autorin Rückschau – berührend, bewegend, amüsant und ganz und gar unsentimental. Mit 75 Jahren erhält die überzeugte Pazifistin und Sozialistin, die sich auch für die Rechte der Frauen und der schwarzen Bevölkerung einsetzt, als erste Frau das Ehrendoktorat der Harvard University. 

Bettina Rossbacher, geboren in Salzburg; Studium der Kunstgeschichte, mehrjährige Tätigkeit für die UNESCO; sie lebt als freiberufliche Sprecherin, Rezitatorin und Programmgestalterin nahe Wien. Schwerpunkte ihrer Arbeit sind Literatur-Lesungen und deren Konzeption (u.a. Österreichische Galerie Belvedere Wien, Jüdisches Museum Wien, Österreichische Akademie der Wissenschaften Wien, Traklhaus Salzburg, Robert-Musil-Institut Klagenfurt); Hörbuch-Produktionen, musikalisch-literarische Programme, Voice-over, Audioguides und Moderation.
www.bettinarossbacher.com

Minka Popovic, geboren 1988 in Belgrad, bekam schon mit fünf Jahren ersten Klavierunterricht; 2004 wurde sie an der Musikuniversität in Belgrad aufgenommen, erhielt dort höchste Auszeichnungen und studierte ab 2008 in Salzburg am Mozarteum; zahlreiche Konzertauftritte im In-und Ausland, mehrere erste Preise bei nationalen und internationalen Wettbewerben; Minka Popovic spielt an diesem Abend Klavierwerke u.a. von Robert Schumann und Wolfgang Amadeus Mozart.

Eintritt frei, Einlass ab 19:30 Uhr. Anmeldung in der Stadt:Bibliothek an der Theke, e-mail: stadtbibliothek@stadt-salzburg.at, Tel. 0662 8072 2450