Montag 2. Februar 19:30 Uhr
Stadt:Bibliothek Panoramabar
András ist das jüngste von sieben Kindern. Nachdem der Vater von den kommunistischen Machthabern zu 22 Jahren Haft verurteilt wurde, wird auch seine Familie „ausgesiedelt“. In der Bărăgan-Steppe, im Osten Rumäniens, zieht die Mutter Júlia über vier Jahre lang mit ihren Kindern von Lager zu Lager, sie wohnen in Erdlöchern, verrichten Zwangsarbeit, halten sich aneinander aufrecht, setzen den Bedingungen der Lagerhaft den unbedingten Willen zur inneren Freiheit entgegen.
Bild: Gábor Kiss
In akribischer Erinnerungsarbeit, zugleich mit der Kraft der Imagination schreibt András Visky vom Äußersten der Existenz. 822 Erzählfragmente, manchmal nur wenige Sätze lang, fügen sich zu einem großen Roman, der sich nicht nur als Dokument des Überlebens liest, sondern vor allem als eines des Liebens und einer ungebrochenen Haltung des Widerstands.
„Ein Buch, wie es kaum jemals in einem Jahrhundert geschrieben wird.“ (Péter Nádas)
András Visky, geboren 1957, lebt als namhafter rumänisch-ungarischer Theaterautor, Regisseur und Dramaturg in Cluj-Napoca (Rumänien). Er schrieb Stücke, Gedichte und Essays, bevor er 2022 seinen ersten Roman „Kitelepités“ veröffentlichte. Das Buch wurde zu einem Sensationserfolg. In der Übersetzung von Timea Tanko ist „Die Aussiedlung“ nun auch auf Deutsch zugänglich, erschienen im Suhrkamp Verlag.
Aktuell (Jänner 2026) führt András Visky die ORF-Bestenliste an.
Gemeinschaftsveranstaltung Stadt:Bibliothek und prolit
Eintritt frei, Einlass ab 19:00 Uhr. Anmeldung unter 0662 8072 2450, per E-Mail an: stadtbibliothek@stadt-salzburg.at oder in der Stadt:Bibliothek